Unser Ziel: Partizipation

Partizipation von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung soll selbstverständlich sein. Das Projekt „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“, trägt dazu bei, dass sich dieses Ziel verwirklicht.

Was heißt Partizipation?

Partizipation heißt für uns, aktiv in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen sein und sich zu beteiligen. Es geht darum, dazuzugehören und Einfluss zu nehmen.

Partizipation in diesem Sinn ist etwas anderes als Teilhabe. Es geht um einen eröffneten Zugang zu und aktives Handeln im Rahmen von Entscheidungs-und Gestaltungsprozessen. Dabei-Sein, Teil-Sein, Teil-Haben ist ergänzt um Mitgestaltung und Einflussnahme. Einfluss nehmen kann dabei unterschiedliches bedeuten: Mitmachen, mitwirken oder (mit-)entscheiden.

Partizipation ist von Selbstbestimmung zu unterscheiden und findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: Auf der individuellen Ebene, in Gruppen, in der Organisation und in der Kommune.

Die Fragensammlung

Im Projekt „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“ entwickeln Menschen mit und ohne Behinderung oder psychischer Erkrankung ausgehend von ihren Erfahrungen und ihrer Expertise gemeinsam die Fragensammlung „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“ und Arbeitsmaterialien zu ihrer Anwendung.

Die Fragensammlung hilft, die Lebenswelten im Alltag – bei der Arbeit, in der Wohnung in der Freizeit und in der Stadt – zu untersuchen. Sie hilft dabei genauer zu schauen, wo Partizipation für die Beteiligten zufriedenstellend verwirklicht ist und wo und in welcher Form mehr Partizipation verwirklicht werden kann und soll. Besonders im Blick sind dabei Strategien zum Abbau von Beteiligungsbarrieren für Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit hohem Unterstützungsbedarf oder psychischer Erkrankung.

Die Fragensammlung reflektiert Gelingensbedingungen für Partizipation. Sie bietet Tipps, die es erleichtern, mehr Partizipation umzusetzen und sie berichtet Beispiele, die zeigen, wie Partizipation verändert und was sie ermöglicht. Die Fragensammlung gibt es auch in Leichter Sprache.

Die Fragensammlung wird bis Ende 2019 fertig gestellt und dann veröffentlicht. 2020 gibt es Schulungsangebote für Multiplikator*innen. 2021 wird das Projekt mit einer Tagung abgeschlossen.