Projekt

Das Projekt „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“ ist ein Projekt des BeB in Zusammenarbeit mit dem Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft unter Beteiligung von BeB-Mitgliedseinrichtungen.

Laufzeit: 2016 bis 2021

Unterstützt von:

Logo der Aktion Mensch Stftung  Ecclesia Versicherungsdienst GmbH

Gefördert durch:

EB Consult Partner der Sozialwirtschaft Curacon Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  

Projektmitarbeiter*innen und Partner

Projektleitung

Tina Denninger und Katrin Grüber  – Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft

Jörg Markowski – Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V.

Beteiligte BeB- Mitgliedseinrichtungen und Dienste

Zusätzlich für die Testung

Projektgruppen

Projektgruppe „Index für Partizipation“

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Projektgruppe „Hier bestimme ich mit“

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Unser Ziel: Partizipation

Partizipation von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung soll selbstverständlich sein. Das Projekt „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“, trägt dazu bei, dass sich dieses Ziel verwirklicht.

Was heißt Partizipation?

Partizipation heißt für uns, aktiv in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen sein und sich zu beteiligen. Es geht darum, dazuzugehören und Einfluss zu nehmen.

Partizipation in diesem Sinn ist etwas anderes als Teilhabe. Es geht um einen eröffneten Zugang zu und aktives Handeln im Rahmen von Entscheidungs-und Gestaltungsprozessen. Dabei-Sein, Teil-Sein, Teil-Haben ist ergänzt um Mitgestaltung und Einflussnahme. Einfluss nehmen kann dabei unterschiedliches bedeuten: Mitmachen, mitwirken oder (mit-)entscheiden.

Partizipation ist von Selbstbestimmung zu unterscheiden und findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: Auf der individuellen Ebene, in Gruppen, in der Organisation und in der Kommune.

Die Fragensammlung

Im Projekt „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“  entwickeln Menschen mit und ohne Behinderung oder psychischer Erkrankung ausgehend von ihren Erfahrungen und ihrer Expertise gemeinsam die Fragensammlung „Hier bestimme ich mit – Ein Index für Partizipation“ und Arbeitsmaterialien zu ihrer Anwendung.

Die Fragensammlung hilft,  die Lebenswelten im Alltag – bei der Arbeit, in der Wohnung  in der Freizeit und in der Stadt –  zu untersuchen. Sie hilft dabei genauer zu schauen, wo Partizipation für die Beteiligten zufriedenstellend verwirklicht ist und wo und in welcher Form mehr Partizipation verwirklicht werden kann und soll. Besonders im Blick sind dabei Strategien zum Abbau  von Beteiligungsbarrieren für Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit hohem Unterstützungsbedarf oder psychischer Erkrankung.

Die Fragensammlung reflektiert Gelingensbedingungen für Partizipation. Sie bietet Tipps, die es erleichtern, mehr Partizipation umzusetzen und sie berichtet Beispiele, die zeigen, wie Partizipation verändert und was sie  ermöglicht. Die Fragensammlung gibt es auch in Leichter Sprache.

Die Fragensammlung wird bis Ende 2019 fertig gestellt und dann veröffentlicht.  2020 gibt es Schulungsangebote für Multiplikator*innen. 2021 wird das Projekt mit einer Tagung abgeschlossen.

Der Weg: Partizipation

Die Fragensammlung und Arbeitsmaterialien werden gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung oder psychischer Erkrankung entwickelt.

Die Erarbeitung der Fragensammlung

2016 haben sich in drei Dienstleistungsangeboten für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung – im Bodelschwingh-Haus der Stiftung Wolmirstedt,  im Gemeindespsychiatrische(n) Zentrum der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva) und In der Gemeinde leben Düsseldorf gGmbH – Partizipationsteams gegründet.

Ausgehend von der Situation vor Ort entwickeln die Teams Fragen, die es erleichtern zu prüfen, wo und wie viel Mitbestimmung im Alltag – in der Wohnung, bei der Arbeit, in der Freizeit, in der Kommune – verwirklicht ist und wo Veränderungsbedarf besteht.  Über Delegierte  findet ein reger Austausch mit den beiden Projektgruppen statt, mit denen gemeinsam die Fragensammlung und Arbeitsmaterialien in schwerer und Leichter Sprache entwickelt werden: 

  • Die exklusiv geprägte Projektgruppe „Hier bestimme ich mit“, in der mit den Delegierten der Partizipationsteams, einem Delegierten aus dem Beirat der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung im BeB und einer Vertreterin der von Mensch zuerst neben ihren Assistent*innen und der Projektleitung ausschließlich Expert*innen in eigener Sache arbeiten.
  • Die inklusive Projektgruppe „Index für Partizipation“, in der neben Delegierten der Partizipationsteams, einem Vertreter von Mensch zuerst, dem Delegierten des Beirats der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung im BeB und der Projektleitung, Vertreter*innen aus Wissenschaft und der kommunalen Verwaltung beteiligt sind.

Bezogen auf vier Schwerpunkte des Projekts, die Partizipation von Menschen mit Lernschwierigkeiten,

  • mit hohem Unterstützungsbedarf,
  • mit psychischer Erkrankung
  • und den Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommune

wurden mit vier Expert*innenworkshops eine vertiefende Expertise erarbeitet, die in die Fragensammlung einfließt.

Die Erarbeitung von Schulungsmaterialien und ihre Erprobung

Im zweiten Teil des Projekts werden Schulungsmaterialien entwickelt. Die erfolgreiche Realisierung von Partizipation und die Gestaltung einer entsprechenden Kultur benötigt Kompetenzen. Auch die Schulungsmaterialien werden partizipativ entwickelt und in der exemplarischen Qualifizierung von Multiplikator*innen, die in Tandems mit Expert*innen in eigener Sache stattfindet, erprobt. Im Rahmen der Projektphase finden ab 2019 drei Schulungen statt.

Die Evaluation von Fragensammlung, Schulungen und Projekt

Die Praxistauglichkeit der Fragensammlung wird im Rahmen des Projekts selbst sichergestellt:

Die erste Fassung der Fragensammlung wird in den drei beteiligten und drei zusätzlichen Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe – Mariaberg, Bethel, Herzogsägmühle – getestet bezogen auf Verständlichkeit, Praktikabilität und Nützlichkeit. Die Ergebnisse der Zwischenevaluation sind maßgeblich für die Erarbeitung der endgültigen Fassungen der Fragensammlung in schwerer und Leichter Sprache.

Die Schulungsmaterialien werden im Kontext der Multiplikator*innenschulungen evaluiert und kontinuierlich angepasst. Schließlich wird das gesamte Projekt mit seinen Ergebnissen abschließend extern evaluiert.

Der Projektfahrplan

Der Projektfahrplan beschreibt die wichtigsten Schritte des Projekts

2021

  • Abschlusstagung zum Projekt
  • 2. und 3. Multiplikator*innenschulung (02/04 2021)
  • Evaluations- und Abschlussbericht
  • Abschlussbericht

2020

  • Das Konzept für Multiplikator*innenschulungen liegt nach Abstimmung mit den Projektgruppen vor
  • Arbeitsmaterialien in schwerer und Leichter Sprache sind fertig (09/2020)          
  • 1. Multiplikator*innenschulung (10/2020)

2019

  • Die Testung ist abgeschlossen.
  • Die 2. Fassung der Fragensammlung wird erarbeitet.
  • Die Fragensammlung in schwerer und Leichter Sprache ist fertig (11/2019)
  • Die Fragensammlung wird präsentiert: Tagung am 05.12.2019 in Kassel

2018

  • Expert*innenworkshop Barrieren der Partizipation von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf
  • Expert*innenworkshop Barrieren der Partizipation in der Kommune
  • Die 1. Fassung der Fragensammlung in schwerer und Leichter Sprache ist fertig.
  • Die Fragensammlung  wird in 6 Einrichtungen/ Diensten der Eingliederungshilfe getestet

2017

  • Expert*innenworkshop Barrieren der Partizipation von Menschen mit Lernschwierigkeiten
  •  Expert*innenworkshop Barrieren der Partizipation von Menschen mit psychischer Erkrankung

2016

  • Gründung der Partizipationsteams und der Projektgruppen
  • „Hier bestimme ich mit“ und „Index für Partizipation.
  • Die Arbeit an der Fragensammlung wird aufgenommen.